Route Roadtrip - Bayern
Camping,  Urlaub

Roadtrip Bayern – August 2021

Die Berge haben für mich einen ganz besonderen Reiz. Man erkennt, wie klein man eigentlich ist. Die Schroffheit, aber auch Schönheit von Bergen und Tälern sind etwas ganz Besonderes. Steht man oben, hat man einen tollen Blick auf die Welt. Dazu gesellen sich Bergseen und zumindest im Allgäu, hügelige Wiesenlandschaften. Da wir Ende August eine Woche Zeit hatten, sind wir kurz entschlossen einen Roadtrip mit dem Camper in Richtung Bayern aufgebrochen. Lediglich der erste Stopp war planmäßig.

Tag 1: Spitzingsee

Die Region um den Schliersee und vor allem der Spitzingsee ist meiner Ansicht nach eine der schönsten Regionen im Alpenvorland. Es muss irgendwann zwischen 1992 und 1996 gewesen sein, da war ich das erste Mal dort. Bildungsurlaub während meiner Ausbildung. Kajakfahren auf dem Spitzingsee und der Isar, Mountainbiking, Klettern und einfach Wandern. Es war großartig.

Sptzingsee Nebel
Der Spitzingsee bei Regen und Nebel

Unsere Anreise entpuppt sich als eine kleine Tortur. Ununterbrochener Regen und etliche Staus. Nach rund 8h kommen wir schlussendlich am Wohnmobilstellplatz Spitzingsee an. Bei strömendem Regen. Auch dann ist der See einfach fantastisch.

Spitzingsee Sonne
Der Spitzingsee bei Sonnenschein

Obwohl der Wetterbericht wieder mit Regen für den ganzen nächsten Tag droht, kommt es letztlich ganz anders. Schönster Sonnenschein und angenehme Temperaturen.

Spitzingsee
Blick auf die Brecherspitz

Nach einem schönen Vormittag mit Wandern und Aussicht genießen, wird der nächste Stopp geplant. Wir fahren entlang der Voralpen, bis hin zum Sylvensteinspeicher.

Tag 2: Zum Sylvenstein Stausee

Kurzentschlossen haben wir den Stausee als Tagesziel auserkoren. Die Fahrt führt entlang der Voralpen, vorbei an Tegernsee und Bad Tölz. Eine angenehme Strecke und vor allem wunderschön anzuschauen. Sofern das Wetter mitspielt. Leider wird das Wetter schlechter und es ist diesig und nasskalt.

Wohmobil im Wald
Toller Stellplatz in Fall

Der Weg führt über die Staumauer inkl. einem Parkstreifen – ein toller Aussichtspunkt. Unser Ziel ist der Nachtparkplatz in Fall. Ein schöner Parkplatz, in einem Wald mit einzelnen Parkbuchten für die Campervans und Wohnmobile.

Sylvensteinspeicher
Der Sylvensteinspeicher

Wieder ist das Wetter am nächsten Tag bescheiden, sodass der Sylvensteinspeicher uns neblig und nass verabschiedet.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei gutem Wetter fantastisch ist. Obwohl wir noch mitten in der Saison unterwegs sind, halten sich die Touristenmassen in Grenzen. Definitiv kommen wir nochmals an den Sylvenstein!

Tag 3: Fall Richtung Walchensee

Für den dritten Tag haben wir in erster Linie eine Fahrt über die Mautstraße von Vorderriss nach Wallgau geplant. Entlang des wunderschönen Isartals. Und ich muss sagen, es lohnt sich.

Auch wenn das Wetter leider alle Berge im Nebel einhüllt, ist die Isar schön und imposant anzusehen. Diese Farben!

Der dritte Tag endet am Walchensee auf dem Nachtparkplatz in Einsiedl. Ein schlichter Parkplatz, fußläufig zum See und für eine Übernachtung mehr als ausreichend.

Am nächsten Morgen zieht es uns zum Frühstück an den See, der mit einem satten Türkis und strahlendem Sonnenschein für die schlechten Tage zuvor hinwegtröstet.

Tag 4: Durch das schöne Allgäu

Der vierte Tag führt uns durch das schöne Allgäu. Hügelige Wiesenlandschaften entlang der Allgäuer Alpen. Ich liebe diese Gegend einfach. Das Wetter zeigt sich von der besten Seite. Sonnenschein, Wattewolken und klare Sicht.

Die Strecke ist wunderschön zu fahren und anzuschauen. Gemütliches Reisen mit Ausblick. Wir entschließen uns den Wohnmobilstellplatz in Oberstdorf anzusteuern. Vor vielen Jahren waren wir bereits in Oberstdorf und ich hatte es in guter Erinnerung und will unbedingt nochmals dorthin.

Letztlich ist es leider enttäuschend. Überlaufen, hektisch und der Stellplatz entspricht eher einer Wohnmobil-Legebatterie mit einem totalitären Herrscher. Nicht unser Ding.

Am nächsten Tag verlassen wir den Platz relativ schnell, um außerhalb auf einem kleinen Parkplatz in Ruhe unser Frühstück zu genießen.

Tag 5: Schwäbische Alb

Nach dem hektischen Oberstdorf beschließen wir, die Heimfahrt in zwei Etappen zu unterteilen.

Der Zwischenstopp liegt ungefähr in der Hälfte der Strecke, mitten in der schönen Schwäbischen Alb. Der Stellplatz in Frickenhausen ist nicht nur kostenlos, sondern auch toll gelegen.

Schäbische Alb - Panorama
In der Schwäbischen Alb

Spaziergänge mit wunderschönem Panorama und nette Stellplatz-Nachbarn, die ihren Lebensmittelpunkt in ein 8 m Wohnmobil verlegt haben. Einen besseren Abschluss des Roadtrips können wir uns nicht wünschen.

Ruhe, Natur und reifes Obst an den Bäumen.

Alles in allem war das eine großartige Woche, mit vielen Eindrücken und Erkenntnissen. Definitiv werden wir wieder an den Spitzingsee, Walchensee, Sylvensteinspeicher und in die Schwäbische Alb kommen. Oberstdorf eher nicht.

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